Musikreise - Reiseverlauf

Zanzibar Stone Town
Zanzibar Stone Town

1. Tag (Dienstag): Anreise

Ihre Reise beginnt mit der von Ihnen selbst organisierten Fahrt zum Abflughafen in Deutschland und dem Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Dar es Salaam. Alle Informationen zu Ihrem Flug und den Einreiseformalitäten erhalten Sie rechtzeitig von uns.

 

2. Tag (Mittwoch): Ankunft in Dar es Salaam, Überfahrt nach Sansibar

Nach der frühmorgendlichen Ankunft in Dar es Salaam geht es erstmal ins Hotel zum Schlafen. Dann fahren wir mit der Fähre (etwa 2 Stunden) nach Sansibar.

Die Carnival Street Parade
Die Carnival Street Parade

3. Tag (Donnerstag): Festivalauftakt

Vormittags sehen wir uns dann in aller Ruhe die Stadt an. Und versuchen uns im Gewirr der kleinen Gassen und Plätze der Altstadt zu orientieren. Am Nachmittag startet das Festival mit dem ersten Höhepunkt - der Carnival Straßenparade. Zahlreiche Musiker_innen und Akrobat_innen ziehen durch die Straßen bis zum Forodhani Garden, direkt vor dem Alten Fort, wo sie der begeisterten Menge ihre Künste zeigen! Und abends beginnt schon das Festival auf zwei Bühnen im Alten Fort. Selbstverständlich sind wir dabei!

Farid erklärt die Zanzibar-Türen
Farid erklärt die Zanzibar-Türen

4. Tag (Freitag): Stadtführung und - MUSIK!

Der zweite Festivaltag! Bevor wir wieder Musik genießen zeigt uns Farid die Stadt. Mit Witz und Charme, viel Fachwissen und noch mehr Anekdoten führt uns der Initiator mehrerer Kulturprojekte durch die verwinkelten Gassen, erzählt von der multikulturellen und multireligiösen Geschichte Sansibars und erklärt uns die Bedeutungen der reich geschnitzten Türen und der bunten Tücher...

 

Sauti za Busara Musikfestival
Sauti za Busara Musikfestival

5. Tag (Samstag): Dritter Festivaltag 

Nachdem Farid Sie am Vortag durch die Stadt geführt hat, finden Sie heute Ihren Weg allein - zum Stadtbummel, auf den Markt, in die Straße der bunten Tücher, ins Sklavereimuseum, in den Sultanspalast oder in die kleine Ausstellung über die sansibarische Prinzessin Salme, die einst mit einem Hamburger Kaufmann durchgebrannt ist... Selbstverständlich begleiten wir Sie auch, wenn Sie keine Lust haben, sich dauernd in dem Gassengewirr zu verirren.

Und abends gibt es wieder Live Musik im alten Fort - der dritte Festivaltag.

Prison Island
Prison Island

6. Tag (Sonntag): Ein Ausflug zur Insel der Riesenschildkröten und der vierte Festivaltag

Nach so vielen Altstadtgassen lockt das Meer. Direkt an der Stadt ist das Baden nicht so empfehlenswert - aber es bietet  sich ein Ausflug mit Eco & Culture Tours Zanzibar nach Prison Island an, einer der kleinen Inseln, die der Stadt vorgelagert sind. Dort kann man Baden und Schnorcheln, und auf der Insel gibt es historische Ruinen und vor allem riesengroße Riesenlandschildkröten, die dort leben, die man sogar streicheln kann, und die mitunter seltsame Geräusche von sich geben. Dieser Ausflug ist nicht im Reisepreis inbegriffen, aber er ist schön und auch nicht so teuer. Und wir organisieren das für Sie!

Wir sind rechtzeitig zurück für den leider schon letzten Festivaltag.

Da Mtumwa singt Taarab - die Musik Sansibars
Da Mtumwa singt Taarab - die Musik Sansibars

7. Tag (Montag): Die Musik Sansibars

Wie am Samstag bietet sich heute die Möglichkeit für verschiedene Aktivitäten in der Stadt - bei denen wir Sie selbstverständlich unterstützen. Am späten Nachmittag lernen wir die Musik Sansibars kennen - bei einer Führung durch die Dhow Countries Music Academy (DCMA), einer privaten Musikschule, an der zanzibarische Musik aber auch internationale Stile unterrichtet werden. Und abends bekommen wir eine Kostprobe der zanzibarischen Musik bei einem taarab-Konzert in der Academy. 

Spice Tour - Wo der Pfeffer wächst
Spice Tour - Wo der Pfeffer wächst

8. Tag (Dienstag): Wo der Pfeffer wächst - Spice Tour zu den Gewürzen Sansibars 

Mit Eco & Culture Tours Zanzibar, einer Dorfentwicklungsorganisation, die ihre Arbeit durch Tourismus finanziert, fahren wir aufs Land in eine shamba und lernen dort tastend und schmeckend, riechend und ratend viele der Gewürze kennen, die Zanzibar den Beinamen "Gewürzinseln" gegeben haben. Nachdem wir die Gewürze kennengelernt haben, kosten wir, was man damit alles machen kann: pilaundizi za nazi und kisamvu - gewürztem Reis, Kochbananen in Kokos, einer Zubereitung von Cassavastrauch-Blättern und weiteren Köstlichkeiten der zanzibarischen Küche. Von der Spice Tour fahren wir direkt weiter nach Jambiani an der Ostküste der Insel.

Jambiani an der Ostküste
Jambiani an der Ostküste

9. Tag (Mittwoch): Jambiani - ein Tag am Meer

Wir verbringen den ganzen Tag am Indischen Ozean. An diesem Tag gibt es kein organisiertes Programm. Hier kann man faulenzen, am Strand spazieren gehen, baden oder mit einem kleinen Auslegerboot zum Schnorcheln zum Korallenriff hinaus fahren.

Fischmarkt in Bagamoyo
Fischmarkt in Bagamoyo

10. Tag (Donnerstag): Fahrt nach Bagamoyo

Wir verlassen Zanzibar und fahren zunächst mit der Fähre nach dar es Salaam und dann mit einem gemieteten Bus in das etwa 60 Km entfernte Bagamoyo - unserem Zuhause für die nächsten drei Tage. Unser Hotel liegt direkt am türkisblauen Indischen Ozean, mit einem wunderschönen Sandstrand vor der Haustüre. Wir können also vier Tage lang baden gehen!

 

11. Tag (Freitag): Bagamoyo: Kunst- und Musikhochschule

Bagamoyo ist das Zuhause der traditionsreichen staatlichen Musik- und Kunsthochschule (TaSuBa). Hier wird tanzanische Kunst und Kultur erforscht, gelehrt, gefördert und weiterentwickelt. Wir bekommen einen Einblick in die 'traditionelle' Musik Tanzanias, die Arbeit des Instituts - und einen grandiosen Trommelworkshop!

Das Ganze ist Mittags vorbei und wir haben viel Zeit zum Ausruhen, Baden oder den Besuch der zahlreichen Galerien, in denen Absolvent_innen der TaSuBa ihre Gemälde, Schnitzereien und anderes Kunsthandwerk anbieten.

Workshop am TaSuBa
Workshop am TaSuBa
Altes Missionsgebäude in Bagamoyo
Altes Missionsgebäude in Bagamoyo

12. Tag (Samstag): Geschichte Bagamoyos und die Spuren der deutschen Kolonialherrschaft

Bagamoyo hat eine - in Deutschland kaum bekannt - lange Geschichte als wichtiger Umschlagsort des ostafrikanischen Karawanenhandels, aber auch des Sklavenhandels, der christlichen Missionierung und als erste Hauptstadt der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Unser Freund Smat zeigt uns Bagamoyo, führt uns - wenn alle einverstanden sind - auf Fahrrädern durch die Stadt; vom Friedhof der deutschen Kolonialsoldaten über den Ort, an dem afrikanische Widerstandskämpfer erhängt wurden, dem gigantischen Verwaltungsgebäude der deutschen kolonialen Besatzungsmacht und vielen weiteren historischen Gebäuden bis zum alten (und nach wie vor betriebenen) Hafen und der Fischauktion am Sandstrand. Wir fragen nach Ursachen des Kolonialismus und danach, wie dieser noch heute das Denken und Handeln im Nord-Süd-Verhältnis beeinflusst.

Das es Salaam
Das es Salaam

13. Tag (Sonntag): Dar es Salaam - Kennenlernen eines Marktviertels

Morgens verabschieden wir uns von Bagamoyo und fahren nach Bongo, die Metropole von Bongoland, wie Tanzania auch genannt wird. Warum Tanzania Bongoland und Dar es Salaam Bongo genannt werden, weiss niemand so genau - es gibt zu viele unterschiedliche Erklärungen. Das Kiswahili-Wort ubongo jedenfalls heißt Verstand, Schlauheit. Vielleicht braucht man viel ubongo, um in den Straßen Dar es Salaams überleben zu können...

Jedenfalls hat sich eine mittlerweile international anerkannt Musikszene unter der Bezeichnung Bongo Flava entwickelt. Und Bongo Movies erfreuen sich in 'TZ', in Tanzania, großer Beliebtheit. Wir lernen 'Bongo' Dar es Salaam von der entspannten Seite kennen. Mit einem Marktbesuch in dem Stadtteil, in dem wir auch wohnen - in Makumbusho. Und abends gehen wir in Makumbusho essen. Dort, wo die Mittelschicht Dar es Salaams essen geht.

Das es Salaam City Centre
Das es Salaam City Centre

14. Tag (Montag): Die Innenstadt Dar es Salaams - Ein Ausflug nach Südasien??

Heute besuchen wir die im starken Wandel begriffene Innenstadt Dar es Salaams. Vornehmlich in der britischen Kolonialzeit wurden hier Menschen aus Südasien angesiedelt. Ihre Nachfahren leben noch immer vorwiegend hier - und haben ihre eigenen Communities gebildet. Mit zahlreichen Hindu-Tempeln, südasiatischen Sportclubs, Restaurants und Geschäften. Neben kolonialer indisch-britischer Architektur finden wir hier Gebäude, die an Art Deco erinnern. Zugleich ist die Innenstadt Dar es Salaams einem erheblichen Modernisierungsdruck ausgesetzt. Zahlreiche alte Gebäude werden abgerissen und durch moderne Glaspaläste ersetzt. 

Seltsame Kreaturen bevölkern den Wonder Workshop
Seltsame Kreaturen bevölkern den Wonder Workshop

15. Tag (Dienstag): Kariakoo, Wonder Workshop und ein Ausflug zur Coco Beach

Morgens erkunden wir Kariakoo - Ostafrikas größten Markt und einen außergewöhnlich dynamischen Stadtteil. Obst und Gemüse, Stoffe, Elektronik und Haushaltswaren - in den Läden und mitten auf der Straße wird fast alles feilgeboten, was man zum Leben braucht.

Wahre Wunderwerke bestaunen wir anschließend im Wonder Workshop, einem Zentrum für körperbehinderte Kunsthandwerker_innen

Vom Wonder Workshop ist es nicht weit zur Coco Beach. Baden ist hier nicht empfehlenswert, aber zum Entspannen ist es herrlich!

Dar es Salaam
Dar es Salaam

16. Tag (Mittwoch): Auswertung der Reise auf Bongoyo Island

Zur Auswertung der Reise fahren wir auf die kleine Insel Bongoyo mit ihrem langen Sandstrand, die wir nach etwa 30minütiger Bootsfahrt vom Slipway aus erreichen. Neben der Auswertung der Reise bietet uns der Aufenthalt noch die Möglichkeit, am Strand zu relaxen und ein letztes Bad im Indischen Ozean zu genießen.

Ein letztes Bad im Meer vor dem Flug in den deutschen Winter
Ein letztes Bad im Meer vor dem Flug in den deutschen Winter

17. Tag (Donnerstag): Rückflug nach Deutschland

Wenn Sie Ihren Tanzania-Aufenthalt nicht über die Musikreise hinaus verlängert  haben, treten Sie heute Ihren Rückflug ins hoffentlich nicht allzu kalte Deutschland an.

 

 

Da wir bei dieser Reise keine touristischen Routineangebote buchen, sondern mit Menschen aus verschiedenen Kontexten zusammenarbeiten, kann es - bedingt durch deren persönliche Zeitplanung - zu kurzfristigen Änderungen im Programmablauf kommen.